Call for papers

CALL FOR PAPERS: SCHELER UND ASIATISCHE GEDANKEN IM WELTALTER DES AUSGLEICHS (2017)

 (China, 24. bis 29 Novembre 2017)

Die Max-Scheler-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Liangkang NI (Sun Yat-Sen University, Guangzhou, China) lädt  ForscherInnen dazu ein, sich mit einem Vortrag für die vierzehnte internationale Tagung der Max-Scheler-Gesellschaft zu bewerben, die zum Thema «Scheler und asiatische Gedanken im Weltalter des Ausgleichs» im Zeitraum vom 24. bis 29. November 2017 an der Sun Yat-Sen University, Guangzhou, China, stattfinden wird.

Aus den Bewerbern des Call for Papaers werden zehn  SchelerforscherInnen ausgewählt, die ihre Beiträge im Rahmen der Tagung darstellen und Unterkunft und Verpflegung während der Tagung erhalten können.

Die Bewerber werden gebeten, ein Curriculum und den Titel des Beitrags zusammen mit einem Abstract von der Länge bis 2000 Anschläge auf Deutsch oder Englisch an Prof. Dr. Guido Cusinato (guido.cusinato@univr.it), Präsidenten der Max-Scheler-Gesellschaft, sowie an Prof. Dr. Liangkang NI (hssnlk@mail.sysu.edu.cn), Sun Yat-Sen University, einzureichen.

Der Einreichungstermin für die Bewerber ist auf den 1. Mai 2017 festgelegt.

Die Tagung sieht vor, im Dialog mit dem asiatischen Denken einige Themen eingehend zu erörtern, mit denen sich Scheler in interkultureller Perspektive intensiv auseinandergesetzt hat: Leiden, Tod, Herzensleere, Gesundheit, Medizin, Glückseligkeit, Zwischenmenschlichkeit und natürlich Ausgleich zwischen dem Osten und dem Westen. Insbesondere relevant werden in diesem Hinblick Schelers Schriften wie Vom Sinn des Leidens und Der Mensch im Weltalter des Ausgleichs.

In der Schrift Vom Sinn des Leidens liest man: «Es gibt jeder Art von Schmerz und Leid gegenüber zwei ganz entgegengesetzte Wege, sie zu vermindern und aufzuheben. Der eine Weg ist der aktive äußere Kampf gegen die objektiven natürlichen oder gesellschaftlichen Ursachen des Schmerzes und Leidens — der resolute „Widerstand gegen das Übel“ als objektive Weltbeschaffenheit. Dieser Weg war im großen ganzen gesehen der Weg der abendländischen aktiv-heroischen Zivilisation. Der zweite Weg besteht in dem Versuche, nicht die Übel und hierdurch erst das Leiden an ihnen abzustellen, sondern das Leiden an allen möglichen Übeln von innen her zu unterbinden durch möglichst restlose und willentlich vollkommene Beseitigung des unwillkürlichen, automatischen Widerstandes, der, wie schon die Inder früh erkannt haben, ebensowohl eine Daseinsbedingung des Schmerzes und Leides ist wie der äußere Reiz, d. h. das natürliche und gesellschaftliche objektive Übel. Durch die positive geistige Kunst gerade des Nichtwiderstandes gegen das Übel — durch seine vollkommene „Duldung“ — soll hier das Leiden an ihm von innen, vom Zentrum des Lebens aus aufgehoben werden, indirekt aber das Übel selbst, da das Übel nach dieser Auffassung gar nichts objektiv Reales ist, sondern nur der dunkle Schatten, den eben unser Leiden an der Welt gleichsam auf die Welt wirft. Dieser Weg ist in radikalster, konsequentester, großartigster Form der Weg Buddhas» (VI, 55).

Gleichwohl: «Das buddhistische Verhalten ist genau so wenig bloße Duldung, Hinnahme, Ertragen des Leidens wie der aktivste westliche Heroismus, der in Technik, systematischer Hygiene, Therapie, Zivilisation, Kulturarbeit seinen heißen, leidenschaftlichen Willen auf die Aufhebung der äußeren Übel und Leidursachen geworfen hat, die er für real hält. Gerade dieser westliche aktive heiße Wille, das Leiden bis zu seinem kleinsten Atom und bis in seine tiefste Wurzel ganz und radikal aus der Welt zu schaffen — diese Zielidee des Willens und der fanatische Glaube an die Möglichkeit, dieses Ziel auch praktisch zu erreichen —, verbindet Buddha mit den Erscheinungen des aktivsten westlichen Heroismus» (VI, 57).

Schelers Bemühung um die interkulturelle Perspektive tritt am meisten in den Vordergrund in seiner Schrift Der Mensch im Weltalter des Ausgleichs. Der Ausgleich stellt einen komplexen Begriff dar. In mehreren Hinsichten versteht ihn Scheler als das, was sehr nah zu dem steht, was wir heute „Globalisierung“ nennen. In dem Prozess des Ausgleichs sieht Scheler wohl Gefahren, aber auch Chancen. Es gibt nämlich ihm zufolge zwei Arten des Ausgleichs: die eine übersetzt sich in militärische Konflikte, Vernichtung und Nivellierung, während die andere zum Wachstum, zur Aufwertung und zur Bereicherung der Unterschiede führt. Die zwei Arten der Logik zu verstehen, die entweder in die eine oder in die andere Richtung des Ausgleichs leiten, ist grundlegend für die Schicksale der Menschheit.

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征文 “均衡时代中的舍勒与亚洲思想”

征文

“均衡时代中的舍勒与亚洲思想”

马 克斯·舍勒学会与倪梁康教授(中国广州中山大学)合作,于此向青年学者发出征文邀请:以提交会议报告的形式申请参加马克斯·舍勒学会于2017年11月 24日-29日在中国广州中山大学举行的第十四届马克斯·舍勒学会的国际会议。该会议的论题为“均衡时代中的舍勒与亚洲思想”。

从提交的征文中将会选出十位青年舍勒研究者在会议上介绍各自的论文。这十位研究者在会议期间的食宿将由会议举办方承担。

敬 请征文提交者将简历、文章标题连同一份2000字符以内的德文或英文的摘要发至舍勒学会主席    Prof. Dr. Guido Cusinato (guido.cusinato@univr.it)   和中山大学哲学系倪梁康教授 (hssnlk@mail.sysu.edu.cn) 的信箱。

由于需要提前申请中国签证,非中国学者的征文提交日期以2016年11月30日为限。对于中国的申请者,最终的提交期限为2017年5月31日。

本 次会议意图在与亚洲思想的对话中深入阐述几个舍勒在交互文化的视角中极力辨析过的论题:苦痛(Leiden)、死亡(Tod)、空虚 (Herzensleere)、健康(Gesundheit)、医学(Medizin)、喜悦(Glückseligkeit),当然还包括在东西方之间 的均衡(Ausgleich)。在这方面尤为重要的是舍勒的著述“论苦痛的意义” (Vom Sinn des Leidens) 与“均衡的时代” (Der Mensch im Weltalter des Ausgleichs)。

在“论苦痛的意义”可以读到:«Es gibt jeder Art von Schmerz und Leid gegenüber zwei ganz entgegengesetzte Wege, sie zu vermindern und aufzuheben. Der eine Weg ist der aktive äußere Kampf gegen die objektiven natürlichen oder gesellschaftlichen Ursachen des Schmerzes und Leidens — der resolute „Widerstand gegen das Übel“ als objektive Weltbeschaffenheit. Dieser Weg war im großen ganzen gesehen der Weg der abendländischen aktiv-heroischen Zivilisation. Der zweite Weg besteht in dem Versuche, nicht die Übel und hierdurch erst das Leiden an ihnen abzustellen, sondern das Leiden an allen möglichen Übeln von innen her zu unterbinden durch möglichst restlose und willentlich vollkommene Beseitigung des unwillkürlichen, automatischen Widerstandes, der, wie schon die Inder früh erkannt haben, ebensowohl eine Daseinsbedingung des Schmerzes und Leides ist wie der äußere Reiz, d. h. das natürliche und gesellschaftliche objektive Übel. Durch die positive geistige Kunst gerade des Nichtwiderstandes gegen das Übel — durch seine vollkommene „Duldung“ — soll hier das Leiden an ihm von innen, vom Zentrum des Lebens aus aufgehoben werden, indirekt aber das Übel selbst, da das Übel nach dieser Auffassung gar nichts objektiv Reales ist, sondern nur der dunkle Schatten, den eben unser Leiden an der Welt gleichsam auf die Welt wirft. Dieser Weg ist in radikalster, konsequentester, großartigster Form der Weg Buddhas» (VI, 55).

同样还有:«Das buddhistische Verhalten ist genau so wenig bloße Duldung, Hinnahme, Ertragen des Leidens wie der aktivste westliche Heroismus, der in Technik, systematischer Hygiene, Therapie, Zivilisation, Kulturarbeit seinen heißen leidenschaftlichen Willen auf die Aufhebung der äußeren Übel und Leidursachen geworfen hat, die er für real. Gerade dieser westliche aktive heiße Wille, das Leiden bis zu seinem kleinsten Atom und bis in seine tiefste Wurzel ganz und radikal aus der Welt zu schaffen — diese Zielidee des Willens und der fanatische Glaube an die Möglichkeit, dieses Ziel auch praktisch zu erreichen —, verbindet Buddha mit den Erscheinungen des aktivsten westlichen Heroismus» (VI, 57).

舍 勒为交互文化的视角所做的努力主要表现在他的著述“均衡的时代”中。均衡表明了一个复合概念。舍勒在许多方面都将它理解一种与我们如今所说的“全球化”十 分相近的东西。在这个均衡的过程中,舍勒看到了危险,但也看到了机遇。因为在他看来有两种均衡:一种会转化为军事冲突、毁灭和平整,而另一种则导向为结 合、增长和差异的升值。理解这两种要么引向均衡的一个方向、要么引向均衡的另一个方向的逻辑,对于人类的命运而言具有根本性的意义。

Call for Papers: Scheler e il pensiero asiatico nell’era della globalizzazione

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Guangzhou, Cina, Novembre 2017

Il XIV Convegno internazionale della Max-Scheler-Gesellschft avrà luogo a Guangzhou (Canton) in Cina alla Sun Yat-Sen University dal 24 al 29 Novembre 2017 e avrà come tema «Max Scheler e il pensiero asiatico nell’era della globalizzazione».

È previsto un call for papers per selezionare 10 studiosi di Max Scheler che riceveranno vitto e alloggio durante il convegno. I partecipanti dovranno inviare al Presidente della Max Scheler Gesellschaft, Prof. Guido Cusinato (guido.cusinato@univr.it), e al Prof. Liangkang Ni (hssnlk@mail.sysu.edu.cn), della Sun Yat-Sen University: un breve curriculum, un titolo dell’intervento e un abstract fino a 2000 battute in lingua inglese o tedesca. Si raccomanda inoltre di controllare la validità del proprio passaporto già durante la presentazione della domanda.

Le domande dovranno pervenire entro il 1 Maggio 2017. Ai vincitori verrà richiesta la fotocopia di un passaporto valido per lo meno fino a Marzo 2018 (per informazioni più precise rivolgersi all’Ambascita cinese). Successivamente riceveranno l’invito ufficiale per richiedere il visto alla Repubblica Popolare Cinese. Si ricorda che il visto va richiesto circa due mesi prima della partenza.

Il convegno si propone di analizzare criticamente e approfondire alcune tematiche affrontate da Scheler in una prospettiva interculturale e di confrontarle con il pensiero asiatico. Ad es. i temi della globalizzazione, dell’Ausgleich fra occidente e oriente, del dolore, della morte, del vuoto del cuore, della salute, della medicina e della felicità. In questa prospettiva particolare rilevanza assumono scritti come ad es. Vom Sinn des Leiden e Der Mensch im Weltalter des Ausgleichs.

Nello scritto Vom Sinn des Leiden Scheler afferma «Es gibt jeder Art von Schmerz und Leid gegenüber zwei ganz entgegengesetzte Wege, sie zu vermindern und aufzuheben. Der eine Weg ist der aktive äußere Kampf gegen die objektiven natürlichen oder gesellschaftlichen Ursachen des Schmerzes und Leidens — der resolute „Widerstand gegen das Übel“ als objektive Weltbeschaffenheit. Dieser Weg war im großen ganzen gesehen der Weg der abendländischen aktiv-heroischen Zivilisation. Der zweite Weg besteht in dem Versuche, nicht die Übel und hierdurch erst das Leiden an ihnen abzustellen, sondern das Leiden an allen möglichen Übeln von innen her zu unterbinden durch möglichst restlose und willentlich vollkommene Beseitigung des unwillkürlichen, automatischen Widerstandes, der, wie schon die Inder früh erkannt haben, ebensowohl eine Daseinsbedingung des Schmerzes und Leides ist wie der äußere Reiz, d. h. das natürliche und gesellschaftliche objektive Übel. Durch die positive geistige Kunst gerade des Nichtwiderstandes gegen das Übel — durch seine vollkommene „Duldung“ — soll hier das Leiden an ihm von innen, vom Zentrum des Lebens aus aufgehoben werden, indirekt aber das Übel selbst, da das Übel nach dieser Auffassung gar nichts objektiv Reales ist, sondern nur der dunkle Schatten, den eben unser Leiden an der Welt gleichsam auf die Welt wirft. Dieser Weg ist in radikalster, konsequentester, großartigster Form der Weg Buddhas» (VI, 55).

Tuttavia «Das buddhistische Verhalten ist genau so wenig bloße Duldung, Hinnahme, Ertragen des Leidens wie der aktivste westliche Heroismus, der in Technik, systematischer Hygiene, Therapie, Zivilisation, Kulturarbeit seinen heißen leidenschaftlichen Willen auf die Aufhebung der äußeren Übel und Leidursachen geworfen hat, die er für real. Gerade dieser westliche aktive heiße Wille, das Leiden bis zu seinem kleinsten Atom und bis in seine tiefste Wurzel ganz und radikal aus der Welt zu schaffen — diese Zielidee des Willens und der fanatische Glaube an die Möglichkeit, dieses Ziel auch praktisch zu erreichen —, verbindet Buddha mit den Erscheinungen des aktivsten westlichen Heroismus» (VI, 57).

Lo scritto che esprime meglio di tutti la prospettiva interculturale di Scheler è Der Mensch im Weltalter des Ausgleichs (1927). Il concetto di Ausgleich è un concetto complesso. Per diversi aspetti con Ausgleich Scheler intende qualcosa di molto simile a ciò che oggi chiamiamo “globalizzazione”. In questo processo Scheler vede pericoli, ma anche opportunità. Esistono infatti due forme di Ausgleich: una che si traduce in conflitto militare, distruzione e livellamento e una che invece porta alla crescita, fioritura e valorizzazione delle differenze. Comprendere le logiche che portano in una direzione o nell’altra diventa fondamentale per i destini dell’umanità.

Meeting of the Max Scheler Society of North America

Call for PapersMax Scheler

Contact Information:

Zachary Davis
President of the Max Scheler Society of North America
Department of Philosophy, St Johns Hall, B30
St Johns University, 8000 Utopia Parkway
Queens, NY 11439
(718) 990-5256 or davisz@stjohns.edu

The Max Scheler Society of North America invites members of the international community of scholars to participate in their biannual meeting. This year’s meeting will convene in conjunction with the meeting for the Central Division of the American Philosophical Association, Feb. 26-30, 2014 at Palmer House Hotel in Chicago, IL. Our sessions are tentatively scheduled to take place on Thursday, February 27 from 9am-12pm and Friday, February 28 from 7pm-10pm.

The intent of the society and the meeting is to foster a critical discussion of Max Scheler’s work and its broader philosophical significance. Papers working to show the relevance of Scheler’s thought as it pertains to present philosophical discourse or that develop new themes in his work are encouraged.

Participants will have about 35 minutes to present their work. Though completed papers are preferred, abstracts of at least 500 words in length will also be considered. Deadline for submission is October 15, 2013.

This year we are pleased to announce that we will be offering a $1000 travel grant in honor of Manfred S. Frings. The award will be granted to a graduate student or junior faculty member based on the strength and quality of their submission. If you would like to be considered for this award, please indicate such on your cover sheet.

All submissions can either be sent electronically or via post to the contact information given below. Because all submissions will be reviewed blindly by the selection committee, submissions should have a separate cover sheet with name and contact information. Notification of acceptance will be sent out by November 1.